Kapitel 12: Neues Jahr, neues Glück!
Hi, lange nicht mehr gesehen. Sogar sehr lange, wenn ich so nachdenke. Wir sind schon im Jahr 2026! Richtig nice, wenn ich so nachdenke. Ich sage euch jetzt mal ganz schnell, was so passiert ist und was ich zu Weihnachten bekommen habe:
Was ist denn so passiert?
Der letzte Schultag war nicht so toll, eigentlich sogar schrecklich! Paul/Matteo/leider ein süßer Typ war extrem komisch, nervig und blöd, was mich auch irgendwie komisch, nervig und blöd gemacht hat. Kennt ihr das, wenn jemand schlecht drauf ist, seid ihr auch direkt schlecht gelaunt? Das passiert leider richtig oft bei mir, was ganz schön blöd ist, denn ich liebe es, gut gelaunt zu sein. Auf jeden Fall hat er und Scarlett/Sophie mich richtig blöd angeschaut und ob ihr es denkt oder nicht, dieser Schulter-Toucher von Scarlett war wirklich ernst gemeint. Oder zumindest wollen sie, dass wir denken, dass sie es ernst meinen.
Was euch vielleicht auch noch interessiert, ist das, was mit dem Buch passiert ist, als es so stark leuchtete, doch darüber reden wir später etwas gründlicher.
Und bei dem ganzen Chaos an dem letzten Schultag passierte aber auch noch was Schönes oder besser gesagt was Spannendes, denn unsere Direktorin Patricia Sleeping entschied sich wegen der zwei Gruppen, die in der „Zauber-Olympiade“ mitmachen dürfen, und ich freue mich, es euch zu berichten, dass ich mitmachen kann und sogar mit Val in einer Gruppe (Val hat sich natürlich auch angemeldet).
Ich zeige euch mal die Gruppen:
Gruppe 1:
Nicklas (der Streber) aus der 1./5. Klasse
Meryem (die Sportliche) aus der 3./7. Klasse
Nadine (die Beste im Zaubertränke-Unterricht), auch aus der 1./7. Klasse
Mokko, Kasto, Layla, Teodora und Theodor, die alle aus verschiedenen Gruppen sind, aber alle aus der 4./8. Klasse kommen, die eigentlich nur im Weg stehen, und zum krönenden Abschluss …
Scarlett, Leni (so heißt nämlich Laura, die Freundin von Scarlett), Bofnot, Mathilda, Martina, Jannet und Shaturn (spricht man Schatur aus). Sie gehören alle zur fliegenden Gruppe, und das ist das Einzige, was sie so RICHTIG GUT können. Außerdem kommen sie aus der 2./6. Klasse.
Gruppe 2:
Kate (ich) aus der 1./5. Klasse, die gut in … ähm … vielen guten Sachen ist
Val, die mit mir in einer Klasse ist und super schlau ist
Lavinia, die Kreative aus der 3./7. Klasse
Manondo, Saliva, Mochikto, Lany, Tammita, die wirklich gut im Zaubertränke-Unterricht sind, aus der 4./8. Klasse
Missy, Marco, Kevin, Emmy und Karlo aus der 2./6. Klasse, die gut in, ich glaube, Naturwissenschaften sind, und leider, wirklich leider, sind auch noch
Matteo und Sisi in unserem Team. Nicht falsch verstehen, ich mag Sisi, aber Matteo gar nicht. Auf jeden Fall sind sie beide in der 2./6. Klasse und wirklich, wirklich gut in Mathe.
Ich bin zwar nicht sehr traurig, dass Matteo ausgerechnet in meinem Team ist, weil ich sonst mein Team echt sehr mag. Direktorin Sleeping hat uns auch erklärt, wie die Regeln sind, also dass wir zuerst im Team gegen die anderen Schulen antreten, doch ab Runde 5 sind wir Einzelspieler. Die zwei Teams aus unserer Schule spielen nicht gegeneinander, sondern wir wechseln uns ab. In den Runden 1–2 spielt Gruppe 1 und in 3–4 spielt Gruppe 2.
Die Zauber-Olympiade wird in zwei Wochen stattfinden, und ich bin MEGA aufgeregt!
Meine Weihnachtsgeschenke waren dieses Jahr der HAMMER! Denn, ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe WIRKLICH das neue Handy bekommen, sogar im Lila-Lavender. So extrem schön. Das ist so hilfreich und es macht so schöne Bilder. Die Kamera ist viel besser und die Batterie hält auch länger. Doch was ich wirklich am neuen Modell mag, ist, wie es aussieht. Das Gefühl, als ich es ausgepackt habe, war so toll. Ich war so extrem fröhlich, dass meine Eltern es mir gekauft haben, und ich bin auch sehr dankbar dafür.
Kommen wir zur Sache: Was ist mit dem Buch passiert?
Zuerst hat es sehr stark geleuchtet. Ich schloss die Augen deswegen, und dabei sah ich wieder meine Ur-Oma, wie sie im Bett war, fast tot. Sie konnte sich kaum bewegen. Ein Mädchen und eine Frau standen vor dem Bett. Die Frau legte den Kopf auf das Bett und weinte, doch das Mädchen stand vor meiner Ur-Oma wie versteinert. Das Mädchen drehte sich langsam zu mir um und ich sah sie doch … ähm … keine Ahnung, wie ich das erklären soll, aber sie sah genau so aus wie ich, nur mit Klamotten aus ihrer uralten Zeit und mit geflochtenen Zöpfen.
Danach machte meine Ur-Oma ein sehr lautes Husten, und das Mädchen drehte sich sehr schnell zu ihr um. Meine Ur-Oma sagte etwas zum Mädchen, das habe ich aber leider nicht gehört, doch das Mädchen sagte weinend zu ihr:
„Ich werde alles beschützen und werde in deinen Fußstapfen treten. Aber Omi, verlasse mich nicht, denn ich schaffe das nicht ohne dich. ICH BRAUCHE DICH. Ich brauche dich, damit du mir hilfst, alles zu überleben, und ich habe Angst vor den Zeitstehlern. Doch für dich werde ich alles, alles machen!“
Und dann ging meine Ur-Oma weg.
Ich war wieder in der Realität, drehte mich zu Val hin und sagte: „Diesmal habe ich gesehen, wie sie starb.“ Ich legte mich auf Vals Schoß und weinte, doch Val überlegte weiter nach und sagte mir:
„Ist sie aber nicht an einem Mann, der wie Matteo aussah, gestorben?“
Diese Frage fand ich sehr unerwartet, aber richtig. Ich habe zweimal gesehen, wie meine Ur-Oma gestorben ist: an zwei verschiedenen Orten und mit zwei verschiedenen Szenarien. Auf dem Buch lag eine Karte, die von China nach Paris ging, doch sie war in verschiedenen Jahren aufgeteilt: einmal in China 1911 und in Paris 2030 …?
Wir fanden es beide komisch, erklären konnten wir es uns auch nicht, wie wir in die Zukunft reisen sollten, und das Buch fing mal wieder an, nur in komischen Sätzen zu schreiben, wie zum Beispiel:
Die Zeit weiß, wo es hingeht, sie weiß, wo man ist. Man muss ihr nur folgen …
+ Die Bezeichnungen wie 1./5. Klasse oder andere solche Kombinationen bedeuten, dass sie in der Zaubererwelt eigentlich in der 1. Klasse sind, aber in der normalen Welt der 5. Klasse entsprechen. Das mit der 1. Klasse ist etwas altmodischer, und nur noch wenige alte Zaubererfamilien benutzen diese Auswertung, wie zum Beispiel die Familie von Kate. Für die Lehrer gelten sie trotzdem ganz normal als 5.-Klässler.